Dr. med. Willibald Wittmann & Dr. med. Mark Henne – Fachärzte für Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin

Akupunkturnadel an einer Demonstrationspuppe

Akupunktur

Akupunktur, was ist das?
Akupunktur (Lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen, chin. 針砭, zhēn biān) ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und existiert seit über 2000 Jahren. Dabei wird durch das Nadeln von einer kleinen Auswahl aus über 360 Akupunkturpunkten, die auf den Leitbahnen (Meridiane) an der Körperoberfläche liegen, Einfluss auf das Qi (Lebensenergie) genommen und dadurch unser Organsystem positiv beeinflusst. Das gezielte Setzen von Nadelreizen führt zur körpereigenen Hormonausschüttung. Durch diese Aktivierung der körpereigenen Heilkräfte lassen sich viele orthopädische Krankheitsbilder erfolgreich behandeln.

Welche Krankheitsbilder werden in unserer Praxis behandelt?
Natürlich haben wir uns auf die typischen orthopädischen Krankheitsbilder spezialisiert. Dazu gehören:

  • akute und chronische Rückenschmerzen
  • Ischiasschmerzen
  • Nackenschmerzen und –steife
  • Schulter-Arm-Syndrome
  • Bandscheibenvorfall
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Arthritis und Arthrose (z.B. Knie, Hüfte, Schulter)
  • Tennis- und Golferellenbogen
  • postoperative Schmerzen

Daneben können aber auch Erkrankungen wie Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrrauschen, Hörsturz, Trigeminusneuralgie, Übergewicht (Reduktion des Hungergefühls), Erschöpfungszustände und Allergien bei uns behandelt werden.

Was ist Ohrakupunktur?
Neben der Körperakupunktur bieten wir auch Ohrakupunktur an. Das Konzept der Ohrakupunktur (auch Auriculotherapie genannt) wurde vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. Er stellte fest, dass das Ohr eine Reflexzone des ganzen Körpers darstellt.

Wie sehen Akupunkturnadeln aus?
Bei der Akupunktur verwenden wir Stahlnadeln mit einer Silikonbeschichtung und einem Kupferwendelgriff. Die Beschichtung führt zu einer besseren Handhabung mit einem deutlich reuzierten Einstichschmerz. Die Nadeln haben eine Länge zwischen 2 und 3 cm und einen Durchmesser von ca. 0,2 mm. Da sie keinen Hohlraum enthalten (im Gegensatz zu Injektionsnadeln), wird das Körpergewebe beim Einstich nicht wirklich verletzt, sondern nur verdrängt.

Wie erfolgt eine Akupunktursitzung und wie häufig muss diese durchgeführt werden?
Der Patient wird in unseren speziell eingerichteten Akupunkturzimmern typischerweise im Liegen gelagert. Durch eine musikalische Untermalung versuchen wir den entspannenden Effekt zu verstärken. Es werden meistens zwischen 10 und 25 Nadeln an unterschiedlichen Teilen des Körpers gesetzt. Neben den lokalen Punkten im Beschwerdebereich werden zusätzliche Nadeln an Ohren und den Fernpunkten an den Extremitäten gelegt. Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Je nach Diagnose und Beschwerdedauer erfolgen zwischen 3 (bei akuten Schmerzfällen) und 15 Akupunktursitzungen (bei chronischen, lang anhaltenden Fällen).

Wird die Akupunktur von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?
Die Akupunktur ist generell keine Versorgungsleistung der gesetzlichen Krankenversicherung, obwohl Vorteile und Nutzen in vielfachen wissenschaftlichen Studien bewiesen wurden. Ausnahmen sind folgende: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit dem Jahr 2008 die Kosten für eine Akupunkturserie des Knies (bei Arthrose und Beschwerden länger als 6 Monate) und der Lendenwirbelsäule (Arthrose und Beschwerden länger als 6 Monate). Die Therapie wird nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Sprechen Sie uns bitte auf diese wichtige Behandlungstechnik an. Wir können Ihnen weiterhelfen und Ihre Therapie damit optimieren.

Flyer Akupunktur