Dr. med. Willibald Wittmann & Dr. med. Mark Henne – Fachärzte für Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin

Arbeits- und Schulunfälle

Was versteht man darunter?

Darunter sind Unfälle zu verstehen, die Versicherte bei ihrer Arbeit und auf dem Weg zur Arbeit erleiden. Dazu gehören auch die Tätigkeiten wie die Instandhaltung von Arbeitsgeräten, die Teilnahme am Dienstsport oder Betriebsausflügen und Betriebsfeiern. Ausdrücklich mitversichert sind auch sog. Wegeunfälle, die sich auf dem Weg zur Arbeit und zurück ereignen. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind auch alle Studenten, Schüler und Kindergarten- oder Hortkinder.

Arbeits- und Schulunfälle fallen in den Zuständigkeitsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Im Gegensatz zur Kranken- oder Rentenversicherung ist die gesetzliche Unfallversicherung Sache ihres Arbeitgebers: Er meldet seinen Betrieb bei einer Berufsgenossenschaft oder einem anderen zuständigen Unfallversicherungsträger an und übernimmt den kompletten Beitrag. Jeder der in einem Arbeits-/ Ausbildungs- oder Dienstverhältnis steht, ist damit Kraft Gesetztes versichert. Dieses System der gesetzlichen Unfallversicherung gibt es schon seit mehr als 100 Jahren, es hat zwei Weltkriege überdauert und hat sich bis heute bewährt. Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften und Unfallkassen) steuern die medizinische Heilbehandlung des Unfallverletzten aktiv mit dem Siegel der bestmöglichen medizinischen Versorgung, sowie Wiedereingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft. Bei ggf. verbleibenden Schäden leisten sie einen Schadensausgleich in Geldform.

Um diese Ziele in der Praxis umzusetzen haben die Unfallversicherungsträger das sog. berufsgenossenschaftliche Heilverfahren etabliert, in deren Mittelpunkt der sog. Durchgangsarzt steht. Dieser Durchgangsarzt wird von den Berufsgenossenschaften ernannt, ist in der Regel Facharzt für Unfallchirurgie und verfügt über besonders hohe Qualifikation im Bereich der Behandlung von Unfällen mit entsprechender Ausstattung der Praxis.

Herr Dr. Wittmann als Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie als Durchgangsarzt von den Berufsgenossenschaften zur Behandlung zugelassen. Dr. Mark Henne ist sein Stellvertreter.

Der Durchgangsarzt hat zweierlei Funktionen: Einmal als Arzt und als Lotse im System der gesetzlichen Unfallversicherung. Im Akutfall entscheidet der Durchgangsarzt, ob es sich um eine einfache Verletzung handelt die im Rahmen der sog. Allgemeinen Heilbehandlung beim Hausarzt weiterbehandelt wird. Bei schwereren Verletzungen führt er die Heilbehandlung persönlich durch, die er dann regelmäßig selbst überwacht.

Ein Arbeitsunfall ist eingetreten, was nun?

Nach der Erstversorgung vor Ort, die im Notfall auch der Haus- oder Betriebsarzt durchführen kann, muss die Verletzung der zuständigen Berufsgenossenschaft oder auch der Unfallkasse gemeldet werden, und zwar sowohl vom Arbeitgeber als auch vom behandelnden Arzt. Der Arbeitgeber erstattet die sog. Unfallanzeige, der Arzt schreibt einen eigens dafür vorgesehenen Bericht und leitet ihn an den Unfallversicherungsträger weiter. In allen nach genannten Fällen ist der Unfallverletzte auf jeden Fall einem Durchgangsarzt vorzustellen, der die weitere Behandlung leitet oder überwacht wenn:

- die Unfallverletzung über den Unfall hinaus zur Arbeitsfähigkeit führt,
- die notwendige ärztliche Behandlung über eine Woche andauert,
- Heil- oder Hilfsmittel (=Krankengymnastik oder Schienen) zu verordnen sind,
- es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.

Bei leichten Verletzungen werden der Unfallverletzte vom Durchgangsarzt zur weiteren Behandlung an den Hausarzt verwiesen. In diesen Fällen überwacht der Durchgangsarzt das Heilverfahren wie z.B. durch Wiedervorstellungstermine (Nachschau) aber weiterhin.

Unfallverletzte mit alleinigen Augen- oder Hals-, Nasen-, Ohrenverletzungen können sich auch direkt an einen der entsprechenden Fachärzte vorstellen oder werden dorthin überwiesen.

Gerne betreuen wir sie in allen Belangen von Arbeits- und Schulunfällen. Am Besten helfen können wir Ihnen, wenn Sie sich auch Fällen von Akutverletzungen kurzfristig telefonisch melden. Unsere geschulten Mitarbeiterinnen werden dann umgehend einen Behandlungstermin mit Ihnen vereinbaren und alles Weitere klären.