Dr. med. Willibald Wittmann & Dr. med. Mark Henne – Fachärzte für Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin

Chirotherapie (oder manuelle Medizin)


Was verstehe ich unter Chirotherapie?

Chirotherapie kommt aus dem Griechischen und heisst übersetzt die Behandlung mit den Händen. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung und Behandlung , die eine spezielle Qualifikation voraussetzt und nur von Ärzten durchgeführt werden darf. Diese medizinische Schule befasst sich mit der Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken, die zwar anatomisch intakt, in ihrer Funktion aber gestört sind.

Welche Gelenke lassen sich generell mit Chirotherapie behandeln?

Man unterscheidet in der Chirotherapie generell zwischen einer Mobilisation und einer Manipulation des Gelenkes. Während die Manipulation meistens bei Blockierungen der Wirbelsäule mit einer leichten Vordehnung mit anschließendem kurzem Impuls (das sogenannte “Einrenken”) angewendet wird benutzt man die Mobilisation hauptsächlich an den Gelenken der Extremitäten zur Verbesserung der Beweglichkeit und Reduktion der Schmerzfreiheit. Theoretisch lassen sich alle Gelenke chirotherapeutisch mobilisieren.

Welche Risiken oder Nebenwirkungen gibt es?

Die Mobilisation an Wirbelsäule oder Extremitäten ist nahezu risikolos. Bei manipulativen Eingriffen an der Wirbelsäule sollte meistens eine Röntgenaufnahme des Abschnittes existieren (v.a. an der Halswirbelsäule) um vorbestehende Schäden wie Instabilitäten, eine Knochendichteminderung oder ein bisher unbekannter Tumor auszuschließen. Komplikationen im Bereich der Brustwirbelsäule kommen kaum vor, an der Lendenwirbelsäule auch eher selten. An der Halswirbelsäule sind die Schlagadern nicht weit entfernt und können bei unsachgemäßer Behandlung eingeengt oder verletzt werden.