Dr. med. Willibald Wittmann & Dr. med. Mark Henne – Fachärzte für Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin

Digitale Röntgendiagnostik

Was verstehe ich unter Röntgen und wofür wird es benutzt?

Röntgenstrahlen werden auf dem Weg durch den Körper je nach Gewebeart in unterschiedlichem Maße absorbiert und hinterlassen und treffen dann auf ein Speichermedium.

Bei allen Erkrankungen oder Verletzungen, die eine Knochenbeteiligung (z.B. Knochenbrüche, Verrenkungen) oder knöcherne Veränderung (z.B. Arthrose, Tumor, Osteoporose) vermuten lassen, ist Röntgen das Diagnoseverfahren der Wahl. Dabei wird die betroffene Struktur in unterschiedlichen Ebenen abgebildet.

Was bedeutet digital?

Die Röntgenaufnahmen werden nicht mehr wie früher auf Röntgenfilm projiziert sondern über ein Speichermedium digital eingelesen und abgespeichert. Dieses Verfahren ist äußerst strahlenarm und liefert dennoch detailgenaue Bilder. Zudem ermöglicht diese digitale Technik die Nachbearbeitung der gewonnen Röntgenaufnahmen mittels einer speziellen Befundungs-Software. So können auch kleine Läsionen sicher erkannt werden.

Warum nicht gleich Kernspin statt Röntgen?

Die Kernspintomographie (MRT) ist ein ausgezeichnetes Bildgebungsverfahren, welches ohne jegliche Strahlenbelastung auskommt und auf Basis von Magnetfeldern arbeitet. Die besondere Stärke der MRT liegt in der Darstellung von Weichteilgeweben (z.B. Muskeln, Sehnen, Bändern, Bandscheiben), weniger in knöchernen Veränderungen. Es handelt sich um ein apparativ sehr aufwendiges und auch teures Verfahren, das in der Regel nicht sofort zur Verfügung steht. Es ersetzt daher nicht die Röntgenuntersuchung sondern ergänzt dieses und sollte besonderen Fragestellungen vorbehalten bleiben.